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1.FC Spich - SV Leuscheid 5:0 (0:0)

Auch mit einem Tag Abstand konnte sich Leuscheids Coach noch nicht so richtig beruhigen, „In solch einem Spiel darf der Schiedsrichter solch eine Entscheidung NIE treffen. Das hat uns, neben den vergebenen Chancen bis dahin, den Einzug in den Mittelrheinpokal gekostet“, legt sich Neuhaus definitiv fest.

Doch was war passiert. Spich begann wie erwartet druckvoll aus einer hoch stehenden Abwehr in Richtung der vielbeinigen Defensive der Leuscheider und diktierten das Spiel. Immer wieder versuchten sie, über die schnellen Außen gefährlich an oder in den Strafraum zu gelangen, stand aber gerade in der Anfangsphase Lukas Kolb wie ein Fels in der Brandung im SVL Tor, um einen frühen Rückstand zu verhindern. Nach 10 Minuten befreite man sich so langsam aus der Umklammerung und setzte selbst gute Akzente. So war es Kevin Klein, Lars Vogel Alex Güldenring und Max Engelberth, die aus aussichtsreicher Position vergaben. Nach 30 Minuten hatte man sich endgültig den Respekt beim Bezirksligisten verschafft, in dem Kevin Klein einen 16 Meter Schuss an die Latte zimmerte. Kurz vor dem Pausenpfiff setzt der agile Kevin Klein den Goalgetter des SVL, Max Engelberth, in Szene der aus 10 Metern freistehend den Ball knapp übers Tor befördert.

„Wir hätten hier schon 1-2 Tore erzielen können. Großartige Chancen wahren zu dem Zeitpunkt nicht auf Spicher Seite, auch wenn der Ballbesitz deutlich war“, kommentiert Neuhaus die ersten 45 Minuten. Die Zweite Halbzeit hatte man sich vorgenommen genau so weiter zu spielen. In der 53. Minute dann die wohl Spielentscheidende Szene. Nach einem langen Ball in den Strafraum der Leuscheider entscheidet der Linienrichter berechtigterweise auf Abseits, da in der Situation Lukas Kolb auch noch eindeutig behindert wurde. Für die SVL Abwehr ebenfalls eine klare Sache und eigentlich erledigt. Nur Schiedsrichter Tobias Jochem sah dies anders und entschied, für die Leuscheider völlig überraschend, nach eigener Aussage auf „Vorteil“, da der Spieler angeblich nicht aktiv eingriff. „Was sich der Schiedsrichter hierbei gedacht hat, weiß nur er alleine. Nach dem Spiel haben mir gleich 3 Pressevertreter bestätigt, dass hier ein klares Abseits vorlag. Herr Jochem hat wohl Zuviel Bundesliga geschaut. In solch einem Spiel darfst du dich nicht über deine Linienrichter stellen, denn nur er hat die seitliche Sicht und entscheidet dementsprechend, aber auch da wurde keine Rücksprache über die Situation gehalten. Gerade von einem höher pfeifenden Schiedsrichter hätte ich mir in dieser Situation mehr Professionalität gewünscht. Natürlich darfst du nicht aufhören zu spielen wenn kein Pfiff ertönt, war aber die Situation für uns klar und deutlich“, zeigt sich Leuscheids Trainer sichtlich wütend über diese Entscheidung. Den angeblichen Vorteil nutze dann Moussa Toure, der aus dem Durcheinander aus spitzem Winkel die Führung zum 1:0 für Spich erzielte.

Ob nun eine andere Entscheidung tatsächlich den folgenden Spielverlauf geändert hätte, sei mal dahingestellt, zeigte doch dieser Treffer Wirkung bei den Leuscheidern. Man versuchte sich wieder zu sammeln und sortieren und Max Engelberth hatte nochmal die große Chance zum Ausgleich, als er in der 58. Minute den Ball aus kurzer Distanz über das Tor schoss. Die Vorentscheidung dann in der 63. Minute, als Özgün Günal das 2:0 nach einer Ecke erzielt. Unglücklich dabei agierte Lukas Kolb im Tor des SVL, der den von der Latte abprallende Ball ins eigene Tor befördert. Danach war dann auch der letzte Wille gebrochen, hier noch gegenzuhalten. Spich zeigte nun deutlich den Klassenunterschied und die Tore fielen zwangsläufig. In der 79. und 86. avancierte Tim-Alexander Klein mit seinem Doppelpack als Torschütze zum 3:0 und 4:0, dem Spichs Torhüter Dennis Pastoors, mit einem verwandelten Foulelfmeter, das 5:0 (89.) folgen ließ.

Am Ende ein viel zu deutlich ausgefallener Sieg für den 1. FC Spich, der nun in der ersten Runde des Mittelrheinpokals steht. „Glückwunsch an das Team von Ralf Jauernick, am Ende sicherlich verdient gewonnen, aber ein 1:0 oder 2:0 hätte den Spielverlauf eher wiedergespiegelt und mit einem Quäntchen Glück wäre sogar die Sensation möglich gewesen“, zeigt sich SVL Coach Neuhaus am Ende als fairer Verlierer. Nun heißt es das Spiel schnellstens abzuhaken und stolz zu sein auf das, was man in dieser Pokalsaison erreicht hat. Am Sonntag wartet wieder die Liga beim Gastspiel in Marienfeld. Anstoß ist um 15:15 Uhr

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MSG

Ingo Neuhaus
-Trainer SV Leuscheid-

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